Dez 28

Vierter Artikel der Reihe „InVitrO: Unveröffentlichtes 2010“  

Von Anne Schmidt (Q 1)
Gastredakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
Fotos: Wolfgang Rall
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Anne und Nicole

An einem Wochenende im Juni des letzten Schuljahres fand am Einstein-Gymnasium ein weiteres Philosophieseminar im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Religionsunterricht der Sek II statt. Das Thema des Seminars waren einige Grundlagen der Philosophie. 

Sokrates

Am Freitagabend begannen wir zur Einstimmung mit einem sehr interessanten Einführungsfilm, in dem es um Sokrates ging. Sokrates wurde 469 v.Chr. geboren und starb 399 v.Chr. in Athen. Wir lernten viel über das Leben dieses Menschen und natürlich über seine Gedankengänge. Sokrates war ein Wendepunkt in der Philosophie. In unserer Beschäftigung mit ihm tauchten Fragen auf, die nach dem entspannten Abendbrot lange diskutiert wurden. Es waren Fragen wie z.B.: Was ist der Sinn des Lebens? Was ist eigentlich Philosophie?  Muss die Philosphie gelebt werden und wenn ja, wie konsequent? Wie wird man eigentlich Philosoph? Was hat Sokrates und dessen Philosophie mit unserem  Leben zu tun? Was haben sie mit den Mitbestimmungsrechten für Schülerinnen und Schüler an unser Schule zu tun? Immer wieder wurde deutlich: Philosophie hat mit Fragen zu tun.   

Am Samstag war dann der berühmte Philosoph Immanuel Kant (22. April 1724 in Königsberg geboren, 12. Februar 1804 in Königsberg gestorben) einer unserer Schwerpunkte. Imanuel Kant war wie Sokrates eine kopernikanische Wende in der Philosophie. In unserer Beschäftigung mit Kant ging es wiederum sehr schnell um die Aktualität seiner Philosophie: „Kein Staat soll sich in die Regierung des Andern einmischen“, ist ein heute oft verwendeter Satz, der von Kant stammt. Wir sahen Teile der Filme „Kritik der reinen Vernunft!“ und „Kritik der praktischen Vernunft“. Bei den Titeln könnte man vermuten, sie wären schwere Kost gewesen, aber dem war überhaupt nicht so. Die Sachverhalte wurden gut erklärt und an sehr guten Beispielen angewendet.      

Rafael

Immanuel Kant

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonnabendabend haben wir ein fantastisches Spiel gespielt. Es heißt „Sofies Welt“. Wir haben bei dem Spiel, wie auch sonst an diesem Wochenende, große Rationen an Süßigkeiten und Eis verputzt. Bei diesem Spiel hatten wir viel Spaß und haben auch viel Neues gelernt. Ein interessantes Spielfeld sind die sogenannten „Großen Fragen“: Sind Menschen gut oder böse? Ist es so, dass stets passiert, was passieren muss? Das Spiel ist nicht nur für ein  Philosophieseminar oder ähnliches geeignet, sondern auch für einen entspannten Spieleabend in der Familie. Wie wir herausgefunden haben, kann man bei diesem Spiel mit einer Menge Schokolade und Gummitieren Spaß haben und viele interessante Dinge über Philosophen und ihre Philosophie, aber auch über verschiedene Epochen wie z.B. Barock, Renaissance oder Mittelalter lernen. Unter dem Titel „Sofies Welt“ gibt es auch ein Buch und einen Film. Den Film hatten wir in einem früheren Philosophieseminar mit unserem Religionslehrer Herrn Rall gesehen.      

  

Es war ein sehr gelungenes philosophisches Wochenende, an dem wir viel Spaß hatten und viel gelernt haben. Ein Zusammenhang wurde uns immer wieder deutlich: Philosophie braucht viel süße Nervennahrung.

Eine Antwort zu “Süße Philosophie”

  1. Johannes Schweizer sagt:

    Bildmaterial wirklich schwer beeindruckend … Rafael auf Augenhöhe mit Kant! Welch eine Symbolik …