Nov 04

Text: Sarah Felgentreu (Jhg. 11)
Redakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Der dritte Poetry-Slam und der erste nach der Sommerpause.

Da wir zum ersten Mal rechtzeitig da waren, wirkte es zu Beginn als hätte die Begeisterung über den Sommer abgenommen. Mit der Zeit füllten sich die Reihen jedoch und zum Veranstaltungsanfang waren alle Plätze des Podiums restlos belegt.

Zuschauer waren gleichermaßen bunt gemischt wie die Slammer. So waren es Erfahrene aus Berlin sowie Halle, aber auch Leute, die sich auf der Poetry-Slam Bühne noch ausprobierten. Alle hatten jedoch eines gemeinsam: ungemein kreative Texte. Für jeden war ein Thema dabei und jeder Humor wurde bedient.

So wurden aktuelle, politische Themen auf die Fischwelt bezogen und humorvoll diskutiert. Auch emotionale Geschichten über das Umziehen und Ausziehen sowie über Geschwisterliebe und alte Freunde fanden nicht nur ihren Platz, sondern auch ihre Zustimmung. Immer beliebt fehlte auch ein Slam zum Thema Sex nicht. Im Text wurde die durch Filme und Bücher erzeugte Traumvorstellung mit der äußerst tristen Realität verglichen.

Nicht nur humorvolle Beiträge kamen gut an. Besonders im Finale wurden die Themen ernster und wichtiger. So berührte Alina Sprenger mit einer Geschichte aus dem Leben der Altenpflege. Sie sprach ein bekanntes Problem an und verknüpfte es mit einem Aufruf zu Mut und Zivilcourage. Nicht zuzusehen und den Mund zu halten nur um die eigene Haut zu schützen, sondern etwas versuchen zu ändern.

Das Highlight des Abends war wohl für alle das Finale. Auch nach dreimaligem Abstimmen konnte keine klare Gewinnerin ermittelt werden. Nicht einmal der Schinken-Applaus konnte Abhilfe schaffen. So kürte Moderator Ortwin Bader-Iskraut kurzer Hand sowohl Alina Sprenger als auch Inka Sommerland zur Gewinnerin des Poetry-Slam.

Genauso einzigartig wie dieser Umstand waren auch die von den Zuhörern gegebenen Gewinne. So befanden sich diesmal eine Bratpfanne, eine ganze Packung Nudeln und auch eine Windel darunter.

Ich für meinen Teil freue mich schon auf den nächsten Poetry-Slam am 23.11. im Podium der Uckermärkischen Bühnen Schwedt.

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