Mai 22

 

Einladung zu einem Diskussionsabend

 

Frauenfeindlicher Islam? Islamischer Feminismus!

 

Dienstag, 29. Mai 2018, um 18.00 Uhr

 

Rathaussaal in Angermünde (Markt 24, 16278 Angermünde)

 

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Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Angermünder Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt statt.

Der Eintritt ist kostenfrei. 

Kaum eine gesellschaftliche Debatte im Kontext von Migration und Interkulturalität, die nicht die Geschlechterfrage als Gradmesser gelungener Integration aufwirft. Dabei wird die vermeintliche Frauenfeindlichkeit des Islam als Argument in Stellung gebracht, um Abschottung gegenüber Migration und Islam zu rechtfertigen. Doch ebenso wenig wie es „den Islam“ gibt, kann von einheitlichen islamischen Geschlechterbildern die Rede sein. Mit der Sozialwissenschaftlerin Mai Zeidani Yufanyi sprechen wir u.a. über die Verbindung von Sexismus und Rassismus.

Zudem reden wir mit den Gründerinnen des transmedialen Projekts „Rights under the veil – Frauenrechte unter dem Schleier“. Sie zeigen, dass islamischer Feminismus kein Widerspruch in sich und ebenso vielfältig und lebendig ist wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten vieler muslimischer Frauen in Deutschland und weltweit. Wie kann eine größere Sichtbarkeit für deren Positionen hergestellt und unterstützt werden? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unseren Gästen sprechen.

Mai Zeidani Yufanyi ist Sozialwissenschaftlerin und Koordinatorin des  Projekts „Nicht ohne meinen Glauben“ im Verein Inssan. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. postkoloniale Migrationsgesellschaften in Europa, Asyl- und Migrationspolitik sowie Identitätsfindungs-prozesse im Kontext von palästinensischen und israelischen Gesellschaften. Als Women of Colour, Migrantin und Palästinenserin spielen intersektionale Ansätze eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit. Sie ist außerdem Aktivistin der „Karawane für die Rechte der MigrantInnen und Flüchtlinge“ (seit 2005) und Mitglied von „The VOICE Refugee Forum“ (seit 2007). Zurzeit arbeitet Frau Zeidani Yufanyi bei Inssan e.V als Koordinatorin des Projekts „Nicht ohne meinen Glauben“.

Johara Bellali und Roberta Chimera sind Initiatorinnen des Projekts „Rights under the veil – Frauenrechte unter dem Schleier“. Johara Bellali ist eine deutsch-marokkanische Umweltingenieurin, die in Luxemburg aufgewachsen ist. In den letzten 15 Jahren hat sie im Entwicklungszusammenarbeitsbereich in Afrika, Asien und Lateinamerika gearbeitet. Seit drei Jahren arbeitet sie beim Think-Tank Adelphi in Berlin. Ihre Arbeit ist auf Klimawechsel fokussiert. Sie ist vom Ökofeminismus fasziniert. Roberta Chimera hat in Italien Arabische Sprache und Literatur mit einem besonderen Fokus auf Islamischen Feminismus studiert. Seit zwölf Jahren arbeitet sie als Dokumentarfilm-Produzentin. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Kommunikationsstrategien im transmedialen Umfeld.

 

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