Apr 11

Heute (Dienstag, 11.04.2018) fand im Einstein-Gymnasium um 08:00 Uhr die öffentliche Welturaufführung eines ganz besonderen Dokumentarfilms statt: „Nastja. Eine nicht alltägliche Geschichte der Hilfe und Solidarität“.

Im Religionsunterricht der Klasse 7/2 war an diesem Morgen als Referentin Frau Christa Dannehl aus Schwedt zu Gast. Sie folgte einer Einladung der SchülerInnen. Frau Dannehl ist seit Jahren die Hautptaktivistin der uckermärkischen Tschernobyl-Hilfe. Die SchülerInnen wollten sich mit ihrer Hilfe möglichst kompetent und möglichst authentisch über ihr Engagement für Nastja und die anderen sogenannten Kinder von Tschernobyl informieren.

Dabei gab es eine ganz besondere Überraschung. Frau Dannehl hatte einen 20minütigen Dokumentarfilm dabei. Dieser Film wurde erst kurz vorher fertiggestellt. Nun wurde er hier bei uns im Einstein-Gymnasium zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Die ZuschauerInnen waren tief beeindruckt. Das anschließende Filmgespräch hätte definitiv noch sehr viel länger gehen können. Doch um 09:15 war die Doppelstunde leider vorbei.

Am Nachmittag konnten dann einige Mitglieder der InVitrO-Redaktion diesen Dokumentarfilm sehen. Diesmal allerdings ohne Frau Dannehl. Einige ihrer Eindrücke erscheinen ab sofort weiter unten als Kommentar zu diesem Artikel.

Am Donnerstag, 26.04.2018, dem Jahrestag der Katastrophe in Tschernobyl, wird es um 19:00 Uhr in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt wieder ein Benefizkonzert geben. Der Eintritt ist frei. In der Ankündigung der Veranstaltung ist folgendes zu lesen:

Benefizkonzert – Der lange Schatten von Tschernobyl
Eine Veranstaltung von SODI in Zusammenarbeit mit der Musik- und Kunstschule, den Uckermärkischen Bühnen und dem Gymnasium Schwedt/Oder. Gestaltet wird das Konzert von Solisten und Ensembles der Musik- und Kunstschule, Schülern des Gymnasiums und Schauspielern der Uckermärkischen Bühnen für die strahlengeschädigten Kinder in Weißrussland und Nastja. (Quelle: http://theater-schwedt.de/idx/page/110/mit)

 

Sreenshot aus dem Vorspann der Doku

 

Nastja im Interview (Screenshot aus der Doku)

 

Nach dem Benefizkonzert am 26.04.2016 vor den Uckermärkischen Bühnen in Schwedt (Screenshot aus der Doku)

 

Sreenshot aus dem Nachspann der Doku

7 Antworten zu “Eine Film-Weltpremiere im Einstein-Gymnasium”

  1. Tim Schulz sagt:

    In rund 20 Minuten wurde die Entwicklung einer äußerst starken Persönlichkeit bildlich schön dargestellt. Ein vorerst unsicheres Lächeln wurde über nur wenige Jahre zu einem selbstbewussten Auftreten. Diese Hilfsbereitschaft gegenüber Nastja ist ein großes Aushängeschild für die Uckermark.
    Leider wird noch viel zu wenigen Menschen, die Symptomträger eines solchen tragischen Unfalls sind, die nötige Unterstützung geboten. Gemeinsam sollten wir uns die Geschichte von Nastja zum Vorbild machen um vielen weiteren Menschen helfen zu können.

  2. Richard Lenz sagt:

    Wahrscheinlich hätte das wirklich niemand erwartet. Weder Nastja noch Familie und Freunde. Ihr vorheriges Leben mit der „Prothese “ war für sie, genau wie für gesunde Menschen das Laufen, Alltag. Man kann sich deshalb ihre Freude über die Hilfe in Schwedt kaum vorstellen. Muss man ja aber auch nicht. Man kann sich ja auch so für sie freuen. Diese neuen Prothesen haben ihr Leben sichtlich verbessert. Wenn das nur auch auf mehr Opfer von Tschernobyl und Co. zutreffen würde…

  3. Luis Bormann sagt:

    Der Film zeigt eine besondere Art von Menschen, die mich fasziniert. Leute, die Nastja vorher nicht kannten, waren bereit, sich widerwillenslos für das vor vielen Jahren noch kleine Mädchen einzusetzen. Ich finde auch Nastjas Vertrauen in die deutschen Ärzte bemerkenswert. Ich wüsste nicht, ob ich ausländischen Ärzten so vertrauen würde, wie sie es getan hat. Ich schätze Menschen wie Frau Dannehl, da sie sich für Andere einsetzen, sie nicht aufgeben und ihre Freizeit und ihr Geld nutzen, um Menschen, die ein anderes Schicksal haben, zu helfen. Es sind, unter anderem, solche Personen, die unsere Gesellschaft stärken.

  4. S. Felgentreu sagt:

    Der Film ist eine gelungene Dokumentation einer bewegenden Geschichte. Es ist motivierend zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, anderen zu helfen, ohne dafür etwas im Gegenzug zu erwarten. Man sollte noch mehr Personen auf solche und ähnliche Aktionen aufmerksam machen. Mit nur wenig von jedem kann vielen Menschen geholfen werden.
    Nastja ist nur eines der vielen Kinder, die von dem Unglück in Tschernobyl betroffen sind. Sie ist jedoch ein Beispiel dafür, wie man diesen Kindern helfen kann. Ich denke, jeder sollte Chancen, wie SODI sie bietet, nutzen und helfen.

  5. Luca Heise sagt:

    Unterstützung ist wichtig. Wichtig vor allem, wenn man weiß, dass es ohne sie kaum eine Chance auf Besserung oder wenigstens Aufrechterhaltung des aktuellen Standards gibt. Dass es Menschen und besonders Kindern in nicht einmal so großer Entfernung so schlecht geht, sollte man nicht einfach hinnehmen, sondern für Besserung sein und solche Vorhaben unterstützen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass so auch Atomkraftwerke in unmittelbarer Nähe uns jede Sekunde ins Chaos stürzen könnten.

  6. Romy Rabluck sagt:

    Viele Menschen vergessen häufig, dass die Auswirkungen von Tschernobyl auch heute noch zu spüren sind. Der Film ruft die Vergangenheit wieder hervor und verdeutlicht, dass man trotz einer Katastrophe, die so viele Opfer gefordert hat und noch immer fordert, auf die Hilfe anderer Menschen zählen kann. Auch wenn diese über 1000 km entfernt leben und sogar eine andere Sprache sprechen.

  7. Lilia Schulz sagt:

    Es ist erstaunlich, dass man trotz einer so großen Distanz Menschen mit Schäden des Atomunglück in Tschernobyl helfen kann. Nastja hat es verdient, genau so ein unbeschwertes Leben wie wir zu führen. Ich glaube, mit den neuen Aktivitäten, die sie mit ihrer Sportprothese machen kann, hat sie neue Lebensfreude bekommen.