Mrz 07

Text: Janet Baumgart (Kl.10/2)
Redakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Nach der Schule hast du eine Vielzahl von Möglichkeiten, deine Berufsbahn zu beschreiten.
Du kannst nicht nur ein Studium oder eine Ausbildung einschlagen, sondern auch ein Gap Year („Lückenjahr“). Zu diesem Gap Year gehört auch das Au-pair.

„Au-Pair (französisch ,,auf Gegenleistung“) nennt man junge Erwachsene (in manchen Staaten auch Jugendliche), die gegen Verpflegung, Unterkunft und Taschengeld bei einer Gastfamilie im In- oder Ausland tätig sind, um im Gegenzug Sprache und Kultur des Gastlandes bzw. der Gastregion kennenzulernen.“ (Definition laut Wikipedia)

 

 

Das klingt erstmal ziemlich schwierig und aufwendig. Daher können sich nur wenige ein Jahr als Au-Pair vorstellen, aber vielleicht ist für dich diese Möglichkeit genau die Richtige. Als Au-Pair lebst du wie ein Familienmitglied mit deiner Gastfamilie unter einem Dach und lernst so im Alltag nicht nur die Sprache, sondern auch intensiv und hautnah fremde Kulturen und fremde Menschen kennen. Im Gegenzug dazu übernimmst du die Betreuung der Kinder sowie leichte Hausarbeiten. Insgesamt sind deine Aufgaben sehr vielfältig und hängen in erster Linie von deinem Alter und den individuellen Bedürfnissen der Gastkinder ab.

Der Aufenthalt fördert  nicht nur deine Sprachkenntnisse, sondern erweitert auch deinen Erfahrungshorizont. Essen für Kinder zubereiten, Kinder an- und ausziehen, Kinder baden, mit den Kindern spielen, miteinander lesen oder vorlesen, bei den Schulaufgaben helfen, Kinder zum Kindergarten, zur Schule, zu Spielgruppen oder Hobbys bringen und abholen sind nur einige Aufgaben der Au-Pairs.

Das Au-Pair-Programm ist aber nicht, wie viele denken, neu. Die Geschichte startete schon im 18. Jahrhundert in der Schweiz. Dort schickten wohlhabende Familien ihre Töchter in anderssprachige Teile des Landes. Dort lernten sie eine andere Sprache und erhielten mehr Bildung.

Heute hat das Au-Pair ein ähnliches Ziel. Es ermöglicht vor allem jungen Menschen mit geringerem Geldaufwand einen anderen Sprach- und Kulturraum kennenzulernen. Diese Art des Austauschs bevorzugen eher Mädchen und junge Frauen, während Jungen eher einen Schüleraustausch vorziehen.

 

Christina (Mitarbeiterin von „Weltneugier“) während ihres Au-Pair in den USA. (Mehr dazu unter https://www.stepin.de/weltneugier/interview-au-pair-usa/ )

 

Aber wie finde ich meine perfekte Gastfamilie? Im Internet gibt es einige Seiten, in denen tausende Gastfamilien aus aller Welt auf dich warten. Auf https://www.aupairworld.com/de/familie-finden gibst du einfach dein Wunschland und den Zeitraum ein und so findest du deine Familie.

Ein Au-Pair Jahr ist aber meistens erst ab 18 Jahren rechtlich erlaubt. Davor kannst du also auch noch andere Erfahrungen sammeln. Wie zum Beispiel bei einem Auslandspraktikum (zu diesem folgt bald ein Artikel).

 

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