Romanzen in der Hölle

11. Dezember 2017

Einige SchülerInnen unserer Schule waren Gäste des 24. Schultheaterfestes in Schwedt (10. bis 13. Juli 2017). Sie waren RedakteurInnen der Theaterzeitung “Sonnensegel”. Wir veröffentlichen seit ein paar Wochen ihre Artikel auf unserer Schulhomepage. In den nächsten Wochen werden weitere folgen.

Text: Sarah Felgentreu (damals Kl. 9/3)
Redakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
Foto: Udo Krause (mit freundlicher Genehmigung der Uckermärkische Bühnen Schwedt)
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Das Theater war dunkel. Als das Licht anging, sahen wir einen leeren Raum. Es wurde wieder dunkel. Im nächsten Licht sah man, dass eine Person aufgetaucht war. Dies passierte, bis auf der Bühne die drei „Abwesenden“ zu sehen waren.

Die „gestorbenen“ Personen befinden sich zusammen in einem geschlossenen Raum der Hölle, ihrer Hölle. Sie kennen sich nicht und scheinen oberflächlich nichts gemein zu haben. Gasto, der Herr der Runde, vermutet, sie seien zufällig ausgewählt worden. Florence hält jedoch dagegen und beharrt darauf, es sei ein Fehler, dass sie dort ist.

Da sie weder wissen, warum sie dort sind oder wie sie diesem Raum entkommen, versuchen sie, Gemeinsamkeiten zu finden. Wie sich herausstellt, besteht diese darin, dass alle drei einen Fehler gemacht haben.

Zwischen Gasto und der dritten Person, einer Frau, der ein Mord das eigene Leben gekostet hat, entsteht ein Streit. Beide streiten sich um Florence. Sie wollen ihre Liebe gewinnen, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Gasto, der daran die einzige Möglichkeit, aus diesem Raum zu entkommen, sieht, scheint mehr Erfolg zu haben.

Ohne einen direkten Grund öffnet sich allerdings plötzlich die Tür und alle drei scheinen nicht mehr wirklich begeistert, aus der Vorstellung hinauszugehen. Sie können sich auch nicht dazu durchringen, einen anderen hinauszustoßen. Sie merken, dass sie auf ewig untrennbar aneinander gebunden sind.

 

 

Für mich war „Geschlossen“ ein sehr interessantes und tolles Theaterstück. Bevor ich es selbst gesehen habe, wurde es mir mehrmals als verwirrend und seltsam beschrieben. Ich ging zweifelnd in die Vorstellung und begeistert wieder heraus. Während des Schauens fand ich die erzählte Geschichte gut nachvollziehbar und auch nicht langweilig. Besonders beeindruckend finde ich, dass nur drei Schauspieler eine gesamte Geschichte mit vielen Facetten von Menschlichkeit aufgeführt haben.

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