Dez 20

Text: Teilnehmer der NABU-AG
Fotos: Jana Maier (Biologie- und Lateinlehrerin am Einstein-Gymnasium Angermünde)
GastredakteurInnen bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Wir, das sind 10 Schüler/innen der 7. Klassen des Einstein-Gymnasiums, nehmen seit Anfang des Schuljahres an einer NABU-AG teil. Mit einem Bus geht es dazu jeden zweiten Mittwoch zur Blumberger Mühle.

 

 

 

Das große Thema der AG – „Biodiversität“ – war uns anfangs ein Rätsel. Ein einfaches Spiel half schnell ein Verständnis zu erlangen. Wir stellten uns in einen Kreis auf die Wiese, einer stand in der Mitte mit dem Anfang einer Schnur in der Hand und stellte damit einen Teil eines Ökosystems dar. Auf Zuruf nannte ein jeder von uns Lebewesen oder Faktoren, die Einfluss auf diesen und weitere Teile des Ökosystems haben. Es entstand ein Netz von Zusammenhängen und Abhängigkeiten. Uns wurde dadurch klar, dass durch das Wegfallen nur eines Tieres das gesamte System zusammenbrechen könnte und somit Biodiversität, also die Artenvielfalt, entscheidend zum Funktionieren eines Ökosystems beiträgt.


Das Außengelände der Blumberger Mühle bot uns nun die Möglichkeit, viele Tierspuren zu erkunden und Informationen über Tierarten auf den Infotafeln einzuholen. Gemeinsam mit Evelyn Faust, der Umweltpädagogin der Blumberger Mühle, überlegten wir, wie diese Vielfalt sinnvoll und spannend zu erforschen wäre. Wir beschlossen, jeweils ein „Tier des Monats“ zu wählen, mit dem wir uns dann intensiv auseinandersetzen wollten.

 

 

Für Dezember suchten wir den Biber als heimisches Tier aus, dessen Spuren auch in der kalten Jahreszeit zu finden sind. Durch die Blumberger-Mühle-Exkursion aller 7. Klassen im September war uns dieses interessante Nagetier nicht völlig fremd.

 

 

Wir wussten um seine körperlichen Anpassungen, seine Ernährung und Schäden und Nutzen, die vom Biber ausgehen und wollten den Besuchern der Blumberger Mühle seine Spuren in der Umgebung aufzeigen. Dazu mussten wir jedoch erst einmal selbst auf Spurensuche gehen. Und wir wurden fündig: eine Biberrutsche, zernagte Bäume und Späne, ein Biberdamm – alles unverkennbare Zeichen seines Wirkens.

 

 

 

 

 

 

Mit Hilfe von Fotos unserer Biber-Spurensuche erstellten wir beim letzten AG-Treffen den Entwurf einer Infotafel, die den Besuchern sowohl als Wegweiser durch das Gelände als auch als Information über unser Projekt dienen soll.

Einen großen Nutzen des Bibers wollen wir hervorheben: Der Biber schafft durch seine „Baukunst“
eine Auenlandschaft mit größerem Artenreichtum.

Unser großes Thema „Biodiversität“ zieht sich also als roter Faden durch unser Projekt. Es verspricht noch viel Neues und Interessantes. Wir sind gespannt, welches Tier im nächsten Monat „das Rennen“ macht.

Eure NABU-AG und Frau Maier (betreuende Lehrkraft)

 

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