Nov 04

Am Freitag, dem 09.11.2018, wird in Angermünde ein „Ge(h) – Denken“ zum 80. Jahrestag der Pogromnacht stattfinden. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr vor dem Angermünder Rathaus. Wer möchte, kann ein Teelicht und ein leeres Glas mitbringen. Mit den entzündeten Lichtern wird der während der Naziherrschaft verfolgten und ermordeten Angermünder Juden gedacht. Ihre Namen werden an diesem Abend öffentlich verlesen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, mit den Lichtern zu Orten des Gedenkens in Angermünde zu gehen. Zu den Stationen gehören unter anderem die Stolpersteine für die Familie Gerson und die Familie Freundlich, der Ort der in der Pogromnacht niedergebrannten Synagoge und der geschändete jüdische Friedhof. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich zu beteiligen. Es besteht auch die Möglichkeit, nur am Gedenken vor dem Rathaus teilzunehmen.

Nov 04

Foto der Woche (05.11.-11.11.2018)
Foto und Text: Janet Baumgart (Jhg. 11)
Redakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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„Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ (Michael Rumpf) 

Das InVitro – Team hofft, dass alle schöne Herbstferien hatten und jetzt erholt ins weitere Schuljahr starten können.
(Bild: ein bemalter Stein vor Auschwitz – Birkenau, Zeichen für das Gedenken)

 

Nov 04

Zitat der Woche (05.11.-11.11.2018)
InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Schülerin: „Heute soll es warm werden!“
Lehrer: „ … und gegen Abend ist mit zunehmender Dunkelheit zurechnen.“

 

 

(Gespräch in einer 11. Klasse an einem kälteren Schultag.)

Nov 04

Text: Sarah Felgentreu (Jhg. 11)
Redakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Der dritte Poetry-Slam und der erste nach der Sommerpause.

Da wir zum ersten Mal rechtzeitig da waren, wirkte es zu Beginn als hätte die Begeisterung über den Sommer abgenommen. Mit der Zeit füllten sich die Reihen jedoch und zum Veranstaltungsanfang waren alle Plätze des Podiums restlos belegt.

Zuschauer waren gleichermaßen bunt gemischt wie die Slammer. So waren es Erfahrene aus Berlin sowie Halle, aber auch Leute, die sich auf der Poetry-Slam Bühne noch ausprobierten. Alle hatten jedoch eines gemeinsam: ungemein kreative Texte. Für jeden war ein Thema dabei und jeder Humor wurde bedient.

So wurden aktuelle, politische Themen auf die Fischwelt bezogen und humorvoll diskutiert. Auch emotionale Geschichten über das Umziehen und Ausziehen sowie über Geschwisterliebe und alte Freunde fanden nicht nur ihren Platz, sondern auch ihre Zustimmung. Immer beliebt fehlte auch ein Slam zum Thema Sex nicht. Im Text wurde die durch Filme und Bücher erzeugte Traumvorstellung mit der äußerst tristen Realität verglichen.

Nicht nur humorvolle Beiträge kamen gut an. Besonders im Finale wurden die Themen ernster und wichtiger. So berührte Alina Sprenger mit einer Geschichte aus dem Leben der Altenpflege. Sie sprach ein bekanntes Problem an und verknüpfte es mit einem Aufruf zu Mut und Zivilcourage. Nicht zuzusehen und den Mund zu halten nur um die eigene Haut zu schützen, sondern etwas versuchen zu ändern.

Das Highlight des Abends war wohl für alle das Finale. Auch nach dreimaligem Abstimmen konnte keine klare Gewinnerin ermittelt werden. Nicht einmal der Schinken-Applaus konnte Abhilfe schaffen. So kürte Moderator Ortwin Bader-Iskraut kurzer Hand sowohl Alina Sprenger als auch Inka Sommerland zur Gewinnerin des Poetry-Slam.

Genauso einzigartig wie dieser Umstand waren auch die von den Zuhörern gegebenen Gewinne. So befanden sich diesmal eine Bratpfanne, eine ganze Packung Nudeln und auch eine Windel darunter.

Ich für meinen Teil freue mich schon auf den nächsten Poetry-Slam am 23.11. im Podium der Uckermärkischen Bühnen Schwedt.